Das Burgenland – ein besonderes Fleckchen Österreichs

Das Burgenland ist selbst für Menschen, die aus Restösterreich kommen ein ganz besonderes Fleckchen Erde. Irgendwie hat man manchmal das Gefühl, nicht mehr in Österreich zu sein. Die niedrigen Häuser entsprechen gar nicht dem typischen Bild Österreichs, die Landschaft ist viel flacher als anderorts, das Klima ist dank des pannonischen Einflusses milder und auch die Kulinarik ist meist nicht das, was man unter der klassischen österreichischen Küche versteht.

Das Burgenland grenzt im Norden an die Slowakai, schlängelt sich die ganze östliche Längsseite an Ungarn und am südlichen Zipfel grenzt es an Slowenien. Das lässt schon vermuten, dass das Burgenland immer ein Schmelztigel der Kulturen war. So gibt es nach wie vor viele slawische Einflüsse in dieser Region Österreichs. In manchen Orten hört man nur kroatisch, weil dort kroatische Volksgruppen wohnen.

Wenn man weiß, dass das Burgenland bis 1918 zu Ungarn gehörte, versteht man auch woher der Einfluss in Kultur und Kulinarik kommt.

Das Burgenland war wirtschaftlich lange das Sorgenkind Österreichs. Die Landschaft ist vor allem von der Landwirtschaft und vom Weinbau geprägt. In manchen Regionen, gerade rund um den Neusiedlersee hat auch der Tourismus keine unbedeutende Rolle eingenommen.

In den letzten Jahrzehnten hat Burgenland ganz auf Windenergie gesetzt und dadurch auch einen wirtschaftlichen Aufschwung erfahren. Es bot sich regelrecht an, moderne Windkraftanlagen zu errichten, ist das Burgenland doch aufgrund seiner flachen Topografie das ganze Jahr hindurch eine relativ windreiche Region.

Kunst und Kultur wird im Burgenland groß geschrieben. Von jeher zog das spezielle Ambiente dieser Region Künstler und Kunsthandwerker wie Maler, Schriftsteller, Bildhauer, Keramikkünstler an, die sich hier niederließen oder ein Wochenenddomizil im Burgenland haben.

Aber auch die Musik kommt im Burgenland nicht zu kurz, insbesondere die Operette.

Jährlich werden bei den Seefeststpielen in Mörbisch auf der einzigartigen Seebühne bekannte Operetten neu inszeniert. Auch der Römersteinbruch St. Magarethen wird im Sommer zur Bühne und zieht viele Operettenfans aus Nah und Fern an.

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